Aktiv CO2 reduzieren – Aber wie?

… wir wollen doch gut und richtig leben, auch und gerade für unsere Kinder und Enkel. Aber übersehen wir in unserem Bestreben unseren Kindern eine gute Zukunft zu bieten nicht das Wichtigste? Wie können sie leben, wenn sie so alt sind wie wir jetzt?

Unser Lebensstil hat einen persönlichen CO2-Fußabdruck, der sehr unterschiedlich sein kann. Wie können wir wach werden und uns diese wichtige Frage stellen? Was kann ich tun, um möglichst wenig CO2 zu produzieren? In welchen Bereichen entstehen besonders viele Treibhausgase?

Hier findest du Anregungen, Infos und Persönliches!

UBA-Erklärfilm: Klimaneutral leben im Alltag: über die Ursachen unseres hohen CO2 Fußabdrucks und deren Reduzierungsmöglichkeiten

Quarks Klimahelden: das kannst du tun! Eine Familie probiert unter 2t CO2 pro Jahr zu kommen.

Privater Erfahrungsbericht - Familie Rose

Mein Name ist Katrin Rose und ich lebe mit meiner Familie in Roßdorf. Mit diesem Beiträgen möchte ich ein paar Tipps geben, wie wir klimafreundlicher leben können, bzw. was ich und meine Familie persönlich machen um einen geringen CO2 Fußabdruck zu haben.

Ganz grob kann man das Leben in vier Bereiche aufteilen, in welchen man jeweils versuchen kann, möglichst klimafreundlich zu leben. Klimaneutral (also CO2 frei) ist in Deutschland nicht möglich. Daher benutze ich lieber das Wort klimafreundlich 🙂

Diese vier Bereiche sind Ernährung, Mobilität, Konsum und Wohnen.

Thema Ernährung

Fakts zum Thema Fleisch:
Heinrich-Böll Stiftung

Lizenz: CC-BY 4.0

Zunehmend ist mir das Thema CO2 -Reduzierung wichtig, auch wenn unser Leben genauso turbulent ist wie das aller andern Familien mit Kindern. Beginnen möchte ich mit dem ersten Punkt: der Ernährung.

Hier habe ich mehrere Unterpunkte, zu denen ich von meinen Erfahrungen berichten möchte. Das ist zum einen der Konsum von tierischen Produkten und zum anderen von Gemüse/Obst.

Dass ein hoher Konsum von Fleisch klimaschädlich ist weiß mittlerweile jeder. Die Gründe dafür sind meistens auch bekannt. Ansonsten könnt ihr euch gerne hier auf der Webseite zu den Hintergründen informieren.

Was mir bis vor wenigen Monaten nicht bewusst war ist, dass auch Milchprodukte klimaschädlich sind. Denn natürlich produzieren auch die Milchkühe Methan und bekommen das tonnenweise importierte Sojafutter aus Südamerika wofür der fürs Klima wichtige Regenwald abgeholzt wird.

Was können wir also tun? Die klimafreundlichste Lösung ist natürlich eine rein pflanzliche Ernährung. Das versuche ich seit ein paar Monaten. Dazu muss ich sagen, dass ich schon seit sehr vielen Jahren Vegetarierin bin.

Als ich 12 war sah ich in einer Doku, dass eine berühmte Fast Food Kette Teile des Regenwalds abholzt um ihre Rinder dort zu züchten. Danach war für mich ganz klar, dass Burger dieser Fast Food Kette nicht mehr gegessen werden dürfen. Kurz darauf las ich in einem Buch von einem Mädchen, welches Vegetarierin war. Das fand ich so toll, dass ich das ebenfalls so machen wollte. Meine Mama war damals nicht begeistert. Sie hatte jahrelang (bis sie mit mir zu einer Ernährungsberaterin gegangen ist) große Sorgen, dass ich Mangel erleiden würde. Man muss dazu sagen, dass war Anfang/Mitte der 90er und Vegetarismus war noch nicht so verbreitet wie heute. Aber trotz ihrer anfänglichen Sorge hat sie es erlaubt. Im Familienleben hat es auch keine Umstände gemacht, dass eins ihrer vier Kinder kein Fleisch mehr essen wollte: wenn sie gekocht hat, dann gab es das Fleisch immer separat und jeder war glücklich. In den vielen Jahren seit dem fand ich es nie schwierig mich vegetarisch zu ernähren. In der Mensa gab es schon in den frühen Nuller Jahren immer ein vegetarisches Menü. Auch die meisten Restaurants haben mittlerweile vegetarische Gerichte. Fleisch weglassen klappt ziemlich gut 🙂 Und auch wenn es abgedroschen klingt, für mich ist es kein Verzicht. Gerade wenn man essen geht, bin ich immer ganz froh gewesen aus nur einer kleinen Auswahl an Gerichten wählen zu müssen 🙂

In meinem Fall war der Fleischverzicht also nicht begründet durch den Klimawandel (davon hatte ich mit 12 noch keine Ahnung) sondern durch Tierliebe. Aber was ich in den letzten Jahren und vor allem letzten Monaten an Fakten gehört und gelesen habe bestärken mich nur darinnen, dass es für mich der richtige Weg ist. Ich bin sogar noch einen Schritt weiter gegangen und versuche mich seit ein paar Monaten rein pflanzlich zu ernähren.  Auch hier muss ich gestehen, dass der wichtigere Grund auch hier wieder die Tierliebe ist. Der Klimawandel ist aber fast genauso ausschlaggebend und mit der Auslöser, dass ich diesen Wunsch nach einer pflanzliche Ernährung (den ich schon viele Jahre in mir trage) jetzt endlich umgesetzt habe.

Im Gegenteil zu „Fleisch weglassen“ ist „Milchprodukte und Eier weglassen“ schon wesentlich komplizierter. Denn das ist fast überall drinnen.

Wenn man aber viel selbst zubereitet, dann ist das an vielen Stellen aber doch sehr gut möglich, auch wenn man sich erst mal etwas eingeschränkt fühlt.

Statt Kuhmilch
schütte ich jetzt einfach Haferdrink in mein Müsli jeden Morgen. Das war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil Haferdrink eben nicht wie Kuhmilch schmeckt, aber mittlerweile habe ich mich sehr gut an den neuen Geschmack gewöhnt. (Und wie ich neulich beim Blutspenden feststellen durfte, hat diese Ernährungsumstellung einen wahnsinnig guten Einfluss auf den Hämoglobinwert in meinem Blut! Denn der ist jetzt so hoch wie noch nie! Als Vegetarier hatte ich immer einen zu niedrigen Hb-Wert. Denn Milch verhindert die Eisenaufnahme. Und gerade in Haferflocken ist relativ viel Eisen was durch die Milch leider nicht so gut von meinem Körper aufgenommen wurde.)

Butter
habe ich durch Margarine ersetzt, was für mich keine große Umstellung war (ärgerlich ist nur, dass ich (Raps-)Margarine bisher nur in Plastikverpackungen gesehen habe – aber das ist ein anderes Thema). Auch beim Backen funktioniert es total gut diese beiden Substitutionen durchzuführen. Z.B. Weckchen aus meinem pflanzlicher Hefeteig mit Haferdrink und Margarine schmecken der ganzen Familie 🙂

Eier
weglassen fällt mir auch nicht sonderlich schwer, da ich sowieso nicht so ein Eierfan war. In Kuchen, Plätzchen, Burgern u.ä. kann man vieles gut ohne Eier machen, oder in einigen Teigen durch Apfelmus substituieren. Eiersatzpulver habe ich noch gar nicht ausprobiert, bisher hat alles ohne funktioniert.

Käse
ist für mich am schwierigsten wegzulassen. Aber was pflanzliche Brotaufstriche angeht, so gibt es eine unglaublich große Auswahl an solchen sogar in konventionellen Supermärkten (und fast ausschließlich in Gläsern!) zu kaufen. Und wenn ich etwas „Festes“ auf‘m Brot haben will, dann schneide ich etwas Rohkost auf (Gurke, Paprika, Tomate) oder lege Veggiburgerscheiben aufs Brot. Ich habe schon viele verschiedene Burger auf Basis von Gemüse, Tofu oder Linsen kreiert. Die halten auch ein paar Tage im Kühlschrank.

Schmand
Wenn ich etwas überbacke, oder eine Art Schmand brauche, dann nutze ich mein selbstgemachtes Cashewmus dafür: Cashews einweichen, pürieren, fertig. Manchmal peppe ich dieses Mus noch mit etwas Rapsöl und Hefeflocken auf.

Was jetzt öfter in meinem Speiseplan vorkommt sind Hülsenfrüchte und vor allem Nüsse. Denn Milchprodukte und Eier weglassen ist leider nicht ganz so einfach wie Fleisch weglassen, wenn man keinen Mangel erleiden will. Ein Vitamin muss ich leider supplementieren: B12. Denn das kommt leider wirklich nur in tierischen Produkten vor.

Auswärts essen
Schwierig wird es, wenn man auswärts essen geht oder bei den (Schwieger-) Eltern zu Hause ist. Da muss ich doch den ein oder anderen Kompromiss machen. Auch für ein selbstgebackenes Geburtstagskuchenstück vom Kollegen mache ich mal eine Ausnahme. Denn lieber nur 95% pflanzlich essen, als es gar nicht erst zu versuchen, weil man es nicht zu 100% schafft. Das selbe gilt übrigens auch für all die anderen Themen, wo man sich klimafreundlich verhalten kann.

Lieber nicht zu hohe Ziele stecken, an denen man dann scheitert und aufgibt oder gar nicht erst anfängt. Deshalb, lieber nicht zu streng sein und dafür das umsetzen, was man gut schafft. Jeder Beitrag zum Klimaschutz zählt! Und man kann sich ja immer noch steigern 😉

Fazit zum Thema tierische Produkte in der Ernährung: weniger ist mehr, d.h. besser fürs Klima, die Umwelt, die Tiere und auch für uns Menschen. Deshalb kaufe ich für meine Familie diese Produkte größtenteils am Hofgut Oberfeld, da mir dort die Tierhaltung sehr zusagt und man dort auch Plastikfrei einkaufen kann. Ich selbst komme in meinem Alltag ganz gut damit klar auf diese Produkte weitestgehend zu verzichten.

Jetzt zum letzten Teil, wo man durch die Wahl der Nahrungsmittel seinen CO2 Fußabdruck verringern kann: Obst & Gemüse.
Im Gegensatz  zu den tierischen Lebensmitteln kann hier nicht so viel eingespart werden, da der Anbau der pflanzlichen Lebensmittel an sich schon viel
klimaschonender ist. Ganz klar ist aber, dass der Konsum von echt regionalen (d.h. wirklich kurze Transportwege) Lebensmitteln besser fürs Klima ist. D.h. eine Ernährung mit regionalen (und damit saisonalen) Produkten ist klimafreundlicher als z.B. auch im Winter all das zu kaufen, was der konventionelle Supermarkt aus aller Welt anbietet. Obst und Gemüse aus dem Treibhaus ist leider keineswegs besser –  oft hat dieses sogar eine noch schlechtere Klimabilanz wegen der Energieaufwände, die dafür nötig sind. Ein weiterer Pluspunkt nicht nur fürs Klima ist der Kauf von unverpackten Produkten, da auch hier Ressourcen aller Art eingespart werden. Der Kauf von Bioprodukten aus ökologischer Landwirtschaft ist ebenfalls sehr empfehlenswert – wobei soweit ich das verstehe, man damit eher der Umwelt allgemein etwas gutes tut (Stichwort Artenschutz, Biodiversität, Pestizitbelastung etc) als
dem Klima. Es sei denn, die Biolandwirte verzichten auf CO2 Emittenten wie Trekker und co.
 
Die Solawi in Ober-Ramstadt erfüllt für mich all die Kriterien was regional, saisonal, ökologisch (inkl. trekkerfrei) und verpackungsfrei angeht. Ich bin seit diesem Sommer als Mitglied (d.h. Abnehmer) dabei und kann es nur weiter empfehlen, auch wenn es einen gewissen zeitlichen Aufwand bedeutet. (Man pflückt einen Teil seines Anteils direkt vom Feld). Aber wie so vieles im Leben ist das eine Betrachtungssache: in der frischen Luft aufm Feld stehen und Gemüse ernten ist im Gegensatz zum Einkaufen im Supermarkt durchaus als Qualitytime zu sehen. Das selbe gilt für die ca 4 km mit dem Rad übers Feld zu fahren um den Lindenhof zu erreichen.)
Was es bei der Solawi nicht gibt, aber noch Saison hat oder hier eingelagert wurde kaufe ich gerne im Oberfeld-Hofladen oder sonst halt auch mal in konventionellen Supermärkten, wobei ich sowohl auf die Herkunft wie die Anbauart achte und außerdem keine Ware mehr in Plastik kaufe.

Du interessierst dich für eine vegane Lebensweise? Johannes Zühlke hat extra einen Blog für diese Art zu Leben aufgebaut.

Schau mal nach:

info@nachhaltig-vegan.de

nachhaltig-vegan.de

Thema Mobilität

Der nächste Bereich in welchem wir unseren CO2 Fußabdruck reduzieren können ist unsere Mobilität. Laut Umweltbundesamt verursacht dieser Bereich im Durchschnitt gut 2 Tonnen CO2 Äquivalente pro Bundesbürger pro Jahr. Dieser Wert kann individuell aber stark abweichen, wenn man bedenkt, dass eine Flugreise auf die Malediven über 5 Tonnen CO2 Äquivalente verursacht (Quelle Bundesumweltamt).
Wenn man allerdings selbst berechnen möchte, wie viel CO2 Emissionen durch Flugreisen verursacht werden, so stellt man schnell fest, dass die Ergebnisse der Berechnungen erheblich variieren: Schon die Rechner von vertrauenswürdige Quellen wie myclimate oder atmosfair berechnen für die
selbe Flugstrecke verschiedene CO2 Äquivalente. Ganz vorsichtig muss man bei den Werten sein, die die Fluggesellschaften selbst angeben (und im Fall von easyJet für 3,5 €/Tonne kompensieren – wie bitte geht das? Zum
Vergleich: die oben genannten Marktführer verlangen 23 € für eine Tonne CO2). Sowohl easyJet als auch die Lufthansa berechnen nur das reine CO2, welches aus dem Kerosin entsteht. Das ergibt einen deutlich niedrigeren Wert, als wenn man die Rechner von den oben genannten Anbietern bemüht.
Denn diese beziehen zusätzlich – aber unterschiedlich stark – die Tatsache ein, dass auch weitere klimaschädliche Gase in mehreren 1000 Metern Höhe entstehen. Fakt ist also, jeder Flug verursacht klimaschädliche Treibhausgasemissionen, je länger und je höher das Flugzeug fliegt, desto schädlicher fürs Klima. Klimaneutrales Fliegen gibt es nicht. Elektrisches Fernfliegen ist bei aktuellem Stand der Akkutechnik unrealistisch: um 1kg Kerosin elektrisch zu ersetzen braucht
man eine 77 kg Li-Batterie. Was bedeuten würde, dass ein elektrischer Airbus mit 500 Passagieren, der von Europa nach New York fliegt 8000 Tonnen Batterie an Bord hätte.
 
Hier sind zwei interessante Podcats vom DeutschlandFunk zu diesem Thema:
 
(zum „klimaneutralen“ Fliegen)
 
(zu kommerziellen E-Flugzeugen)
 
Fazit ist also: versucht Alternativen zu nutzen. Wählt Urlaubsziele, die man ohne Flugzeug erreichen kann – allein in Europa gibt es mehr zu sehen und erleben, als wir es in einem Leben überhaupt tun können! Am besten reist ihr mit der Bahn (die DB betreibt ihre Fernzüge übrigens mit Ökostrom). Leider ist das nicht immer möglich. Wir fahren mit dem Auto in den Urlaub, aber immerhin zu viert und „nur“ in die Alpen (und nicht im Winter ;). Und wenn ihr unbedingt fliegt müsst, dann versucht es auf ein Minimum zu reduzieren und kompensiert es selbst (z. B. bei den oben genannten Anbietern).
Und was ist mit unserer alltäglichen Mobilität:
zum Job, Kinder zur Schule/Kita oder Hobbies bringen, zum
eigenen Hobby, Freunde besuchen, zum Bäcker, zum Einkaufen etc.
Hier gibt es so oft die Möglichkeit auf das Auto zu verzichten, wenn man sich darauf einlässt. Da ich sowieso nicht gerne Auto fahre (aus diversen Gründen) mache ich das täglich. Mein Sohn und ich fahren mit dem Fahrrad zu seiner Kita und ich anschließend zu meiner Arbeit, nachmittags dann
umgekehrt. Ja, das dauert länger. Weil er erst 5 ist und dementsprechend nicht so schnell fahren kann. Besonders in unserem hügeligen Roßdorf.
Aber ich empfinde es als Gewinn: wir sind beide draußen an der frischen Luft, haben Bewegung und mein Sohn lernt sich im Verkehr richtig zu verhalten. Oft haben wir auch sehr interessante Gespräche dabei 🙂 Auch sonst fahre ich mit meinen Kindern oft mit dem Fahrrad, wenn wir irgendwo hin müssen und auch bis Darmstadt ist kein Problem für sie. Ich fahre sowieso was geht mit dem Fahrrad, z.B. um unsere frischen Lebensmittel bei der Solawi oder im Oberfeld zu besorgen.
 
Für weniger sportliche Leute sind E-Bikes (oder Pedelecs) eine tolle Alternative und haben längst kein Rentnerimage mehr. Ich habe allerdings bisher keine Erfahrung mit elektrischen Fahrrädern gesammelt – ich kenne
nur Leute, die von E-Bikes/Pedelecs begeistert sind. Und ich finde es toll, dass diese Räder vielen Leuten ermöglichen aufs Auto zu verzichten. Und ein Vorteil, den jeder Radfahrer kennt: für sein Fahrrad findet man immer einen Parkplatz und er kostet nichts!
 
Eine weitere Alternative zum Auto ist der ÖPNV. In unserer Region haben wir besonders tagsüber einen sehr gut ausgebauten ÖPNV zur Verfügung, den es sich lohnt zu nutzen – auch wenn finanziell leider noch kein großer Anreiz besteht auf diesen umzusteigen. Ich fahre trotzdem regelmäßig mit Bus/Tram und Bahn von Roßdorf nach Pfungstadt und zurück um zu meiner Big Band Probe zu gelangen und es funktioniert hervorragend!
 
Wenn ich in meine Heimat fahre oder Freunde in anderen Städten besuche, dann nehme ich die Bahn. Auch wenn ich mit meinen Kindern zu meinen Eltern fahre und wir mehrfach umsteigen müssen. Ja, sie ist oft zu spät und wenn man sich anguckt, wie die Pünktlichkeitsstatistik der DB berechnet wird, dann kann man nur  den Kopf schütteln (z.B. eine
Verspätung bis 6 Minuten gilt immer noch als pünktlich…). Aber meistens klappen die Umstiege doch und auch wenn die elektronische Anzeige der Sitzplatzreservierungen fast nie funktioniert – was echt nervig ist – finde ich auch ohne Reservierung immer einen Sitzplatz und fahre sehr komfortabel mit der Bahn.
 
Bei all diesen Alternativen zum Auto muss man eins oft mitbringen: Zeit.
Aber wenn die Straßen voll sind, sich der Verkehr in der Stadt oder auf der Autobahn staut, man lange nach einem Parkplatz suchen muss, dann kann es auch sein, dass man nicht unbedingt mehr Zeit braucht. Das sagt zumindest auch das Diagramm vom Bundesumweltamt für Strecken bis 15km
Entfernung im Stadtverkehr. Aber selbst wenn man mehr Zeit braucht: ich denke, der Verzicht auf das Auto gibt mehr Lebensqualität, weil jeder Weg, den man zu Fuß oder mit dem Rad zurück legt dem Körper gut tut (besonders der zum Bäcker 😉 und bei längeren Strecken ist es einfach entspannter, wenn man andere fahren lässt, und man in Bus und besonders in der Bahn meistens mehr Platz und Bewegungsfreiheit als im Auto hat.
Außerdem kann man schöne Dinge machen wie lesen, Filme anschauen oder programmieren 🙂
 
Fazit: um klimafreundlich unterwegs zu sein gibt es viele Möglichkeiten.
Man muss sie nur nutzen. Und es tut nicht nur dem Klima gut, sondern auch uns selbst 🙂

Thema Konsum

Laut den Durchschnittswerten des Umweltbundesamt verursacht unser sonstiger Konsum (d.h. ohne Ernährung) mehr als das Doppelte an CO2 Äquivalenten als unsere durchschnittliche Mobilität, und zwar 4,6 Tonnen pro Jahr.
 
Wenn wir anfangen unseren Konsum zu hinterfragen, sieht man schnell, dass nicht nur das Klima sondern auch viele andere Bereiche enorm profitieren, wenn wir unseren Konsum reduzieren. Seien es die natürlichen Ressourcen (Stichwort „Earth Overshoot Day“ oder auch „Erdüberlastungstag“), die leidende Umwelt (z.B. die verdreckten Flüsse durch die Textilindustrie) oder die unterbezahlten und unter schlechten
Bedingungen arbeitenden Menschen, die unsere Waren zum großen Teil (mit)herstellen.
 

Ein besonders trauriges Beispiel ist die Modeindustrie. Auch wenn jetzt manche Modehäuser mit Nachhaltigkeitsideen werben, so ist das meist doch nicht mehr als Greenwashing, so lange die Kollektionen dieser Modehäuser im 2 bis 4 Wochenabstand wechseln und uns somit animieren ständig neue Klamotten zu kaufen. Dieser Trend der „Fast Fashion“ besteht schon länger und wird von Jahr zu Jahr schlimmer.

Einfacher Tipp: überlegen, ob man das Kleidungsstück wirklich braucht und wie oft man es tatsächlich anziehen würde. Ein Großteil unserer Klamotten wird nur einmal getragen und verstaubt dann im Schrank oder landet in der

Altkleidersammlung. Wenn man bedenkt, dass beispielsweise die Produktion einer Jeans ca. 8000 Liter Wasser benötigt und dabei enorme Umweltverschmutzungen entstehen, ganz zu schweigen von den menschlichen Bedingungen, unter welchen die meisten Jeans hergestellt werden, dann sollte man wirklich nur dann etwas kaufen, wenn man es unbedingt
braucht.
 
Am nachhaltigsten ist der Kauf von Kleidung aus zweiter Hand. Wer handwerklich begabt ist, kann die eigenen Klamotten auch flicken oder aufpeppen, wenn etwas nicht mehr so schön aussieht. Für Kinder gibt es ein großes Angebot an 2nd Hand Klamotten auf den Flohmärkten in Roßdorf und vor allem Gundernhausen, die mehrfach jährlich stattfinden. Für Erwachsene ist das etwas schwieriger. Aber z.B. im Internet oder 2nd Hand Läden in Städten gibt es mehrere Möglichkeiten gut an gebrauchte Ware zu kommen.
 
Wenn man bedenkt, wie viel Arbeit es macht z.B. eine Jeans zu nähen oder ein Paar Schuhe herzustellen, und was an Ressourcen dafür benötigt wird, man außerdem bedenkt, dass dies meistens weit weg passiert und noch zu uns transportiert werden muss, ist es unverständlich, dass man diese Dinge oft für wenige Euros bekommt. Ich denke, das ist das Problem bei unserem Konsumverhalten. Es ist alles so billig, weil die wahren Kosten
(Umwelt, Ressourcen, Menschen) nicht enthalten sind. Ein weiteres Problem ist, dass die Wirtschaft uns glauben lässt, dass wir ständig neue Dinge brauchen. Hier ein negativ Beispiel von Apple: jedes Jahr kommt ein neues IPhone auf den Markt. Mittlerweile sogar mehrere Modelle innerhalb eines Jahres. Und ich kenne leider tatsächlich Leute, die sich immer das neueste Iphone kaufen um auf dem aktuellen Stand zu sein, weil sie das „brauchen“. Leider warten wir auch Im Schnitt nicht mal 2 Jahre bis wir ein neues Smartphone zu kaufen. Hier ist der Gegenstand zwar nicht billig, aber es ist eine unnötige Ressourcenverschwendung elektronische Geräte nicht bis zu ihrem „Lebensende“ zu nutzen.

 

Hier ein Link zu einer sehr interessanten wie teilweise auch
erschreckenden Doku von DOX, erhältlich in der ARD Mediathek „Was man im
Leben wirklich braucht“
 
Was kann man also tun? Bzw. was mache ich um mein Konsum auf ein Minimum zu reduzieren um damit nicht nur das Klima zu schonen?
 
  • Vorher überlege ich, ob ich den Gegenstand wirklich brauche.
  • Wenn ja: muss ich ihn wirklich besitzen oder kann ich ihn ausleihen?
  • Wenn ich ihn wirklich besitzen muss: kann ich ihn 2nd Hand kaufen?
  • Und wenn ich etwas kaufe, dann achte ich auf Qualität und nicht zu
  • sehr auf den Preis, damit ich lange etwas davon habe und das Ding nicht
  • nach kurzer Zeit irreparable kaputt geht und einen weiteren Konsum
  • verursacht.
 
Was auch helfen kann: den Gegenstand auf eine Liste zu schreiben. Dann kann man sich ihn z.B. zum Geburtstag wünschen. Oder man merkt, dass man ihn doch gar nicht so dringend braucht, denn viele Kaufentscheidungen bereut man angeblich schon nach 30 Minuten.
 

Hier ein paar Beispiele aus meinem Leben.

  1. Sowohl für meine Kinder als auch für mich nähe ich das meiste an Oberbekleidung selbst.
  2. Für mich kaufe ich daher sehr selten etwas (Ich habe neulich festgestellt, dass ich schon über ein Jahr keine Kleidung mehr für mich gekauft habe.)
  3. Für meine Kinder kaufe ich auch gerne auf Flohmärkten Sachen, die zum nähen etwas schwieriger sind wie z. B. Winterjacken.
  4. Grundsätzlich ist der Inhalt unserer Kleiderschränke sehr überschaubar und wir vier tragen die Kleidung bis sie kaputt geht bzw. im Fall der Kinder nicht mehr passt.
  5. Was Schuhe betrifft, so kaufe ich nur dann welche, wenn ich neue brauche, meistens weil die alten kaputt gegangen sind. Im Schnitt ist das etwa ein Paar pro Jahr, was mir noch zu viel erscheint.Wenn ich ein bestimmtes Buch suche, dann gucke ich erst in der Bücherei. Wenn es das dort nicht gibt, dann bei Plattformen wie z.B. booklooker um es
  6. gebraucht zu kaufen. Wenn es nur neu verfügbar ist, dann kaufe ich es je nach Buchart entweder als ebook (in der Hoffnung, dass es Ressourcen schonender ist) oder in der Schmökerstube (um die lokalen Händler zu unterstützen ;).
  7. Geschenke für meine Kinder kaufe ich sehr viel auf Flohmärkten – aber nicht alles und besonders schwierig ist das an Weihnachten, wenn sämtliche Verwandte den Kindern etwas schenken wollen…
  8. Küchengeräte, die man selten braucht (z.B. ein Fondue) leihen wir gerne bei Nachbarn aus. Wenn ich ein neues Küchenutensil brauche (dieses Jahrwar es ein Dämpfeinsatz), dann kaufe ich das gebraucht bei ebay Kleinanzeigen.
  9. Elektronische Geräte benutze ich so lange wie es geht. Sowohl mein Laptop wie Handy als auch mp3 Player benutze ich schon mehrere Jahre und bisher ist kein Ende in Sicht
  10. Beim Fahrrad muss ich gestehen, dass ich mir ein neues gekauft habe, als ich mit meinem alten Rad nach mehreren Jahren und vielen 1000 gefahrenen Kilometern im Fahrradgeschäft war und es hieß, dass Reparaturkosten von mehr als der Höhe des Fahrradwertes notwendig wären… Aber auch das ist schon wieder über 2 Jahre her und mein aktuelles Fahrrad soll nicht dieses Schicksal erleiden.
  11. Damit sind meine Konsumausgaben sehr gering. Weil ich mich auf das nötigste beschränke und sowieso nicht gerne shoppen gehe (auch nicht online) und somit mehr Zeit für schöne Dinge habe 🙂

Thema Internet

Hier möchte ich von einen Bereich erzählen, der beim Klimarechner des Bundesumweltamts entweder zum sonstigem Konsum zählt, oder aber untern Tisch fällt. Letzteres kann ich mir nicht vorstellen, aber für ersteres sollte es ähnlich wie beim Fliegen mehr Fragen zum digitalen Verhalten geben.
 
Dank sämtlicher Informationsmedien ist mittlerweile bekannt, dass Fliegen klimaschädlich ist. Diese mediale Aufmerksamkeit führte sogar zu dem Phänomen des Flugshamings. Wenn man aber bedenkt, dass in Deutschland jährlich 30 Mio Tonnen CO2 durch unsere Informations- und Kommunikationstechnologien bzw. durch den digitalen Datentransfer entstehen, dann sollte auch unser Internet-Konsum kritisch hinterfragt werden. Denn die eben genannt CO2 Menge ist genauso viel wie der deutsche Flugverkehr jährlich produziert. Global betrachtet ist das
Verhältnis sogar noch gravierender: weltweit hat der Flugverkehr einen Anteil von 2-2,5% der globalen CO2 Emissionen, der Netzkonsum mit allem was dazu gehört aber sogar 4%, Tendenz steigend. Es wird vermutet, dass dieser Anteil schon 2025 genauso groß wie der des weltweiten Straßenverkehrs sein könnte, nämlich 8%.
 
Woher kommt dieser hohe Wert an CO2 Emissionen? Die Antwort ist einfach:
vom Strom. Denn alles braucht Strom. Unsere elektronischen Geräte zu Hause, die Server im Rechenzentrum (deren Kühlung sogar noch mehr Strom verbraucht als der Betrieb der Server) und auch die Netzinfrastruktur benötigt Strom. Und wie wir alle wissen, ist der Strommix weder in Deutschland noch weltweit klimaneutral und die Herstellung von Strom
verursacht CO2.
 
Hier ein paar Beispiele: eine Googleanfrage benötigt 0,3 Wh. Das ist natürlich wenig. Aber da weltweit ca. 4 Mio. Suchanfragen pro Minute gestellt werden, ergibt das dann einen minütlichen Bedarf von fast einer 1MWh und damit einen jährlichen Stromverbrauch in der Größenordnung von
einer Stadt wie San Francisco.
 
Deutlich schlimmer als Suchanfragen zu stellen ist allerdings das Streamen von Videos, da hier wesentlich mehr Daten übertragen werden.
Egal ob Netflix, YouTube oder Mediatheken der öffentlichen Sender. Und je höher die Auflösung, desto mehr Daten, desto höher der Stromverbrauch. Weltweit entspricht der Stromverbrauch des Videostreamens dem von ganz Spanien und produziert damit 300 Mio CO2 Tonnen jährlich.
 
Auch das ständige Streamen von Musik ist für die Umwelt schlechter als eine CD zu produzieren. Besonders, wenn das Streamen über das Mobilfunknetz geschieht. (Kleine persönliche Bemerkung, ich denke hierbei handelt es sich um die online Nutzung von Diensten wie spotify.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Kauf eines mp3 Albums, was man dann immer offline anhört klimaschädlicher ist als der Kauf einer CD, die ja auch noch einen langen Weg von der Herstellung bis zum Käufer hat. Aber ganz sicher bin ich mir an dieser Stelle auch nicht.)
 
Ein weiteres negativ Beispiel sind die digitalen Cryptowährungen. Die Transaktion eines Bitcoins verbraucht genauso viel Strom wie ein ineffizienter Kühlschrank in 8 Monaten.
 
Letztes Beispiel. In Frankfurt gibt es 25 Betreiber von Rechenzentren, welche auf ca. 50 Standorte verteilt sind. Deren Stromverbrauch entspricht 20% des Strombedarfs der ganzen Stadt. Die Rechenzentren verbrauchen auch schon lange mehr Strom als der Frankfurter Flughafen.
Durch das jährlich Wachstum des Cloudmarkts von 10-15% wird es in Zukunft noch mehr sein.
 
Bei all diesen Beispielen soll verdeutlicht werden, dass die digitale Datenübertragung, die überall in unserem privaten wie beruflichen Leben vorhanden ist, einen sehr großen Anteil am deutschen wie weltweiten Stromverbrauch hat.
 
Wo wird der Strom denn jetzt genau verbraucht? Dafür gibt es mehrere „Senken“. Das sind zum einen die unzähligen elektronischen Geräte in unseren Haushalten, die fast alle miteinander vernetzt sind. Dann sind da die Server, die in Rechenzentren betrieben und gekühlt werden müssen,
weil sie so viel Wärme produzieren. Und zuletzt verbraucht auch die Netzinfrastruktur sehr viel Strom. In Deutschland liegt 60% des Stromverbrauchs für die Informations- und Kommunikationstechnologien bei den Haushalten. Also bei uns. Das sind dann die vielen internetfähigen elektronischen Geräte, also SmartTV, Smartphone, Laptop usw. Je größer
das Gerät, desto Strom-hungriger. Am meisten verbrauchen
Flachbildschirme. Ein PC verbraucht mehr als ein Laptop. Ein Smartphone am wenigsten. Aber obwohl all diese Computer-Varianten immer energiesparender werden, verbrauchen wir doch immer mehr Strom. Die Ursache hierfür ist neben der steigenden Anzahl an Geräten das Datenwachstum. Denn die anderen 40% des Datenübertragungs-Stromverbrauchs in Deutschland werden von Rechenzentren und der Netzinfrastruktur verursacht, denn diese speichern
und verschicken bzw. transportieren immer mehr Daten. Das Datenwachstum von jährlich ca. 30% macht damit die Energieeffizienz unserer Geräte ein wenig zunichte, da z.B. die Auflösung von Bildern und Filmen immer höher wird und auch die Geräte immer besser werden um diese auch anzuzeigen.
Was können wir tun?
 
Wenn wir Videos streamen, dann am besten drahtgebunden. Aber wer hat heute noch LAN Kabel? Wir nicht 🙁 WLAN ist aber auch schon deutlich besser (d.h. stromsparender) als Videos über das Mobilfunknetz zu streamen. Am allerbesten wäre normales Fernsehen oder DVDs (am besten ausgeliehene 😉 zu gucken, ganz ohne digitalen Datenverkehr.
Das selbe gilt auch für Radio hören. So toll das digitales Internetradio ist, aber klimafreundlicher ist ein normales Radio, welches UKW empfängt.
Falls man spotify o.ä. nutzt: Alben (die man mehrfach hört) runterladen und offline anhören.
Den Datentransfer reduzieren. D.h. wenn wir etwas teilen wollen, dann sollte man jedes mal überlegen, warum mache ich das? Und muss ich das wirklich machen? Besonders Videos in WhatsApp Gruppen zu teilen ist durch die Vervielfältigung der Daten und die Nutzung des Mobilfunknetzes besonders klimaschädlich. Das gilt aber auch für Fotos, die z.B. in
Plattformen wie Facebook oder Twitter geposted werden: Müssen wir wirklich ständig der Welt mitteilen, was wir gerade essen oder wo wir gerade sind?
Wenn wir online unterwegs sind, dann gezielt suchen, statt sich treiben zu lassen. Oder wie mein Papa immer gesagt hat, guck erstmal in die Fernsehzeitung statt dumm rumzuzappen.
Beim Kauf neuer Geräte auf die Energieeffizienz achten.
Ein Gerät aber so lange nutzen wie es geht und nicht vorzeitig ein neues kaufen (siehe auch der vorherige Konsumartikel). Die größte Belastung, nämlich 80% der CO2 Emissionen entstehen bei der Herstellung der elektronischen Geräte.
Falls man die Cloud benutzt: nicht alles in hochladen. Vorher
aussortieren und löschen was man nicht mehr braucht. Besonders wenn man mehrere Geräten hat, die sich mit der Cloud synchronisieren. Aber auch alle Daten, die auf Servern liegen verursachen Strom. Daher sollte man sich von den Daten trennen, die man nicht mehr braucht. Gilt auch für Email Postfächer. Klimafreundlicher für die Datensicherung sind externe Festplatten, so wie man es früher gemacht hat…
Wenn man noch nicht zu einem Ökostromanbieter gewechselt hat – jetzt wäre ein guter Zeitpunkt dafür 🙂
Wenn man online Dienste in Anspruch nimmt, zu einem nachhaltigen Anbieter wechseln. Ich kann posteo als Email Anbieter empfehlen.
 
Ich muss gestehen, ich war geschockt, wie viel Strom unsere digitale Internetwelt verbraucht und wie wenig Aufmerksamkeit bzw. Kritik das in den Medien und auch von uns bekommt. Ich will an dieser Stelle aber nicht das digitale Zeitalter verteufeln. Es hat auch durchaus Vorteile, auch für die Umwelt. Um beim Beispiel der CD zu bleiben: hier besteht das Potential – wenn wir irgendwann mal nur noch Ökostrom produzieren –
Ressourcen schonender und ohne Verpackungs- sowie Entsorgungsmüll Musik zu hören. Einige Rechenzentrenbetreiber beziehen sogar schon heute Ökostrom oder entwickeln Konzepte um die entstehende Wärme sinnvoll zu nutzen.
 
Da wir mit 4 Personen weit unter dem Durchschnittsstromverbrauch liegen (unser höchster Stromverbrauch waren 1500 kWh/Jahr) scheinen wir schon
einiges gut zu machen. (Und natürlich beziehen wir unseren Strom schon seit Jahren von einem Ökostromanbieter.) Allerdings kann ich nicht wirklich sagen, wie hoch unser indirekter Stromverbrauch auf Server/Netzinfrakturseite ist. Da ich fast keine Clouddienste nutze (nur sehr selten Dropbox), auch keine sozialen Plattformen, Fotos auf meiner
externen Festplatte speicher, fast nie das Mobilfunknetz nutze und Musik als mp3 höre, sind meine Schwachstellen das Streamen von Podcasts aus dem Deutschlandfunk sowie ab und zu das streamen von Sendungen von der ARD/ZDF Mediathek. Netflix haben wir jetzt gekündigt – auch weil wir uns
davon ruhigere Kinder versprechen. Mal sehen ob es klappt ^^
 
Auch wenn es etwas gegen das geht, was ich hier schreibe, aber falls sich jemand fragt, warum das Mobilfunknetz so viel stromfressender ist als WLAN, der kann sich dieses kurze unterhaltsame Video anschauen (natürlich nicht im Mobilfunknetz und nicht bei Whatsapp teilen 😉
(Achtung, ist in englisch) https://www.youtube.com/watch?v=mqp8_ROAIJY (die Stars aus der Big Bang Theory verschicken Daten (d.h. „an machen“) über sämtliche Netzwerke und Satelliten einmal um die Welt statt mit einem Schalter ein Gerät an zu machen).
 
Die Fakten zu diesem Artikel stammen größtenteils aus diesem Podcast: