Mobil sein

…wir sind daran gewöhnt, unabhängig, schnell und jederzeit mobil zu sein. Beim Thema Auto kochen schnell die Emotionen hoch. Aber mal ehrlich, es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man morgens im Berufsverkehr in fast jedem Auto nur eine Person sitzen sieht. Hier werden im Schnitt 1,4 Tonnen Automasse für den Transport von nur einer Person bewegt und entsprechend viel CO2 über den Antrieb erzeugt – von der Energiebilanz ganz zu schweigen. Muss es immer das Auto sein? Roßdorf und Gundernhausen bietet bereits viel zum Thema. Wenn du noch mehr Ideen hast oder etwas initiieren willst, dann melde dich.

Elektro-Lastenräder der Gemeinde

Die Gemeinde Roßdorf hat inzwischen 3 Elektro-Lastenräder für die Arbeit des Bauhof, des Wasserwerkes und der Sportstätten angeschafft. Laut der Mitarbeiter sind diese Räder eine nachhaltige Bereicherung für die Umwelt und die Arbeit. (Foto: Ute Storch)

carsharing in Roßdorf

„Seit August 2016 kooperiert die Gemeinde Roßdorf mit einem Carsharing-Anbieter.
book-n-drive Carsharing bietet Fahrzeuge für jeden Zweck, wann immer Sie möchten: stunden-, tage- oder wochenweise. Vom Stadtflitzer über Kombi und Cabrio bis zum Bus oder Transporter – alles ist da.“ Weitere Informationen, z.B. zu Preisen oder aktuellen News, finden Sie auf der Webseite www.book-n-drive.de Quelle: Gemeinde Roßdorf

carsharing in Roßdorf

Weiter unten kannst du einen Erfahrungsbericht lesen!

Der Check:

Lade dir die folgende PDF-Datei mit der Checkliste herunter, drucke sie aus und dokumentiere eine Woche lang dein Mobilitätsverhalten:

  • Wie lang sind die Wegstrecken, die du zurücklegst?
  • Welches Verkehrsmittel hast du dafür benutzt?
  • Wie viel Zeit brauchst du dafür?
  • Was hast du dafür bezahlt? Und damit sind nicht nur die einmaligen Kosten gemeint, sondern auch die Unterhaltskosten wie etwa Kaufpreis und Versicherung des Autos.
  • Warum warst du unterwegs? Was war dein Ziel?

Link zur Checkliste (www.jetztrettenwirdiewelt.de)

Die Analyse:

Bist du ein Analytiker, dann könntest du im nächsten Schritt deinen CO₂-Fußabdruck ermitteln.

Werte am Ende deiner Analysephase die Ergebnisse aus. Rechne dafür die zurückgelegten Kilometer zusammen ebenso wie die Zeit und die Kosten.

Berechne zur Auswertung auch deinen CO₂-Fußabdruck, indem du zum Beispiel alle deine Autofahrten, Flüge oder Fahrten im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) über MyClimate.org oder Klima ohne Grenzen ausrechnest.

Die Wirkung:

Der eigentlich spannende Teil, ist die Frage, was du anders oder genauer gesagt besser machen könntest?! Gehe deine Liste durch und überlege dir Alternativen, die umweltfreundlicher, stressfreier und günstiger sind.

Hier ein paar Tipps:

  • Könntest du generell auf kurze Autofahrten von bis zu 5 km verzichten und stattdessen zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren? Diese kurzen Strecken sind nämlich am schädlichsten für die Umwelt.
  • Könntest du grundsätzlich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren?
  • Könntest du öfter in deiner Nähe einkaufen und dort zu Fuß oder mit dem Fahrrad hinkommen? Vielleicht lohnt es sich ja dann auch für dich, dir ein Lastenrad anzuschaffen (wie du dir eines bauen kannst, erfährst du in der Aktion „Lastenrad bauen“) auf der Website von www.jetztrettenwirdiewelt.de.
  • Welche Ziele kannst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen?
  • Könntest du Strecken innerhalb Europas grundsätzlich mit dem Zug oder Bus zurücklegen und auf das Fliegen verzichten?

Probiere die Alternativen und ihre Wirkung über einen Zeitraum von ein bis sechs Monaten aus und überlege dir, ob du sie dauerhaft in dein Leben integrieren könntest.

Erfahrungsbericht zu book-n-drive

Als wieder einmal der Reifenwechsel im April 2019 anstand, habe ich mir ernsthaft Gedanken gemacht, ob ich tatsächlich einen eigenen PKW brauche. Seit fast 2 Jahren nutze ich die öffentlichen Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit mit dem Landesticket Hessen, bei schönem Wetter manchmal auch Fahrrad oder fahre mit meinem Freund im Firmenwagen mit. Da ich aber trotzdem manchmal ein Auto brauche, um meine große Familie im weiteren Umkreis zu besuchen, dachte ich über Alternativen nach. Ich wusste, dass in Roßdorf Fahrzeuge von book-n-drive stehen und habe mich online über das Prinzip des Carsharings informiert. Daraufhin erfolgte mein Autoverkauf und die anschließende Registrierung bei www.book-n-drive.de. Mit dem Formular, das ich heruntergeladen und ausgefüllt hatte, ging ich zum rmv-Büro am Bahnhof in Darmstadt, um meine Kundenkarte abzuholen. Dort überprüften sie meine Angaben im Formular, Personalausweis sowie Führerschein und händigten mir nach ca. 15 Minuten die Kundenkarte aus. Mit dieser Karte konnte es sofort losgehen!

In Roßdorf stehen die meisten PKWs von book-n-drive auf dem Parkplatz unterhalb der Gaststätte „Alt-Roßdorf“. Es gibt verschiedene PKWs, die günstigste Variante ist der City-Flitzer (Preise findet man auf der Website). City-Flitzer kann man nur 30 Minuten vorher online reservieren, andere PKWs auch schon länger vorher. Ich reserviere meistens gar nicht, ich schaue in der App von book-n-drive, wo gerade ein City-Flitzer steht und gehe direkt hin. Sie stehen nicht immer auf dem Parkplatz, sie dürfen auch in anderen Straßen abgestellt werden (das gilt allerdings nur für die City-Flitzer). Mit der Kundenkarte kann ich das Auto an der Windschutzscheibe freischalten und die Tür öffnet sich. Schlüssel und Tankkarte befinden sich im Handschuhfach. Ganz einfach also und genauso stelle ich es auch wieder ab. Es ist auch schon vorgekommen, dass ich mir spontan in Darmstadt einen Flitzer geholt habe und diesen später in Roßdorf abgestellt habe oder umgekehrt, das geht auch. Mit der App, die ich mir heruntergeladen habe, sehe ich ganz genau, wo die PKWs stehen, immer in der Nähe vom eigenen Standort aus gesehen.

Ich bin sehr zufrieden mit dieser Lösung und finde die Idee des Teilens toll. Ich muss mich nicht mehr um ein Auto mit allem was dazu gehört kümmern und gleichzeitig tue ich etwas für die Umwelt. Eine gute Alternative, wenn man nicht täglich ein Auto braucht, sonst könnten die Kosten die für ein eigenes Fahrzeug übersteigen. Ich fahre zwar trotzdem noch Auto, aber viel weniger als noch mit meinem eigenen. Vielleicht schaffe ich es auch noch, mehr Fahrrad zu fahren, auch wenn das Wetter nicht so gut ist – ich arbeite daran J

Herzliche Grüße

Claudia Keesmann

* Umfassende Infos über das Prinzip des Carsharings auf www.book-n-drive.de

Ladesäulen für Elektroautos in Roßdorf und Gundernhausen

Die Gemeinde Roßdorf fördert den Ausbau der Elektromobilität und hat hierzu drei Ladesäulen, in Kooperation mit der entega, an folgenden Standorten installiert:

Roßdorf:

  • Riedsbachaue/Schwimmbadparkplatz, Kirchgasse 18
  • Parkplatz gegenüber der „Alten Turnhalle“, Schulgasse 22

Gundernhausen:

  • Parkplatz Kerbplatz, Gabelsbergerstraße 24

An jeder der drei AC-Ladesäulen (Leistung von 2x 22kW) können zwei Elektrofahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden. Geladen werden kann dort mit einer entega-Ladekarte oder mit anderen gängigen Karten.

Wichtig: Informationen zu den entega-Ladesäulen und den Ladekarten, erhalten Sie unter:
www.entega.de/ladestation-elektroauto

Ladesäule der GGEW in Roßdorf

Eine weitere Möglichkeit E-Autos in der Gemeinde Roßdorf zu betanken, haben Sie in der Tiefgarage am Rathaus (Einfahrt Löwengasse). Hier ist eine Ladesäule der Firma GGEW vorhanden. (Quelle: Webseite Gemeinde Roßdorf)
Wichtig: Informationen zu den GGEW-Ladesäulen und den Ladekarten, erhalten Sie unter:
https://www.ggew.de/produkte/deine-ggew-e-mobilitaet/e-mobilitaet-inhalte/elektroauto-unterwegs-laden/

Busplan PDFs folgen….

Das wäre eine Idee, die es noch zu verwirklichen gilt.

Hier fehlen noch unsere Radläden und deren Angebote. Gerne melden!

Hier fehlt noch Inhalt…

Es gibt z. B eine Mitfahrbank im netto-Markt.
Hier gibt es noch Verbesserungsbedarf für die Menschen, die mitfahren möchten. Es bräuchte ein besseres/passenderes Konzept und auch Hilfsmittel zur Aufmerksamkeitssteigerung. Ideen???…Melde dich!

Ein normales Fahrrad zum E-Bike umrüsten – geht das?

Eine Frage ist das sicher wert – besonders bei unseren lokalen Fahrradgeschäften.

Grundsätzlich ist der Umbau natürlich möglich(es gibt eine Reihe von Anbietern) – jedoch sind hier viele Dinge zu beachten – z.B. erstmal informieren, wo der Motor/Antrieb montiert werden soll – hier gibt es Vor- und Nachteile je nach Antriebstyp. Danach folgen viele mechanische bzw. montagebezogenen Fragen. Das muß alles vor dem Kauf eines Umrüstsatzes geklärt sein, um keine Enttäuschung zu erleben, wenn etwas nicht passt. Also unbedingt von einem Experten vorher genau beraten lassen.

Ein paar vorab-Infos gibt es unter:

mdr-Bericht