essen und konsumieren

…man sagt: „Du bist, was du isst.“ Essen ist Genuss, Exotik und Heimat und kaum ein Thema läßt die Gemüter so hochkochen wie das Thema Essen. „Ich lass mir doch nicht vorschreiben, was ich essen soll!“, war z.B. eine wütende Aussage zum Thema Klima und Essen.

Es ist aber nun einmal so, dass unser Essverhalten, die Produktion von Nahrungsmitteln und deren Transport Auswirkungen auf Natur und Umwelt hat.

Die Welt mit dem Kochlöffel retten(zumindest diese besser machen): das geht und es macht Spaß und dazu noch lecker !

Aber zuerst ein paar Fakten

DATEN UND FAKTEN

  • GRENZEN : ENDLICHKEIT DER LANDWIRTSCHAFT
  • INSTRUMENTE : MARKETING FÜR GUTE ERNÄHRUNG
  • LABEL : SUCHE NACH DER HALTUNGSNOTE
  • FISKUS : REGULIEREN DURCH KASSIEREN
  • SCHLACHTABSCHNITTE : VON KOPF BIS SCHWANZ
  • FLÄCHENBINDUNG : GRENZEN FÜR NUTZTIERE
  • KOMBIHALTUNG MEHR ALS EIN EINKOMMEN
  • TIERWOHL : SCHMERZ UND LEID IM STALL
  • NITRATE : WAS NICHT GEBRAUCHT WIRD, KOMMT INS GRUNDWASSER
  • LANDNUTZUNG : DAS FLEISCH UND SEINE FLÄCHEN u.a….

Lizenz: CC-BY 4.0

DATEN UND FAKTEN

für Kinder und Jugendliche

Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Was kann ich tun?

Wie, wann und warum isst Du eigentlich? Essen ist lebenswichtig – und oft auch ein Ersatz für viele andere Dinge. Nutze die folgenden Fragen, um Deine Essgewohnheiten für Dich zu reflektieren:

  1. In welchen Situationen macht Dir Essen besonders Freude? Und wann macht es Dir keinen Spaß?
  2. Wann isst Du? Wie regelmäßig isst Du und wieviel?
  3. Wie viel Zeit gibst Du Dir für die Zubereitung und den Genuss Deines Essens?
  4. Mit wem isst Du? Isst Du alleine oder gemeinsam mit anderen?
  5. Isst Du immer nur, wenn Du Hunger hast – oder auch aus anderen Gründen?
  6. Konzentrierst Du Dich auf das Essen oder isst Du neben dem Arbeiten und Fernsehen?
  7. Und natürlich: Was isst Du? Gibt es bestimmte Dinge, die Du aus ethischen, religiösen oder Geschmacksgründen nicht isst?
  8. Und wie ist das mit den Menschen um Dich herum?

Das langsame, achtsame und stille Essen kann eine Quelle des Glücks und der Verbundenheit sein. Es macht klar wie kostbar Essen ist und mit wieviel Mühe und Resourcen wir in Berührung kommen. Lege deine zwei Hände zu einer Schale zusammen und du hast die Menge, die dir guttut. 

Im Achtsamkeitstraining gibt es die sogenannte Rosinenübung: Dazu nimmst Du Dir einfach eine Rosine (eine Nuss oder ähnliches) und schenkst ihr Deine ganze Aufmerksamkeit:

  • Wie sieht sie aus? Nimm Dir Zeit, alle Runzeln und Falten zu beobachten, die Farben zu erkunden.
  • Wie fühlt sie sich an? Nimm die Rosine vorsichtig in die Hand und erkunde das kleine Ding ruhig ein paar Minuten lang.
  • Wie riecht sie? Lass Dir Zeit genau zu riechen, wie so eine Rosine überhaupt riecht.
  • Wie schmeckt sie? Nimm die Rosine in den Mund – aber zerkaue sie noch nicht! Lass sie durch Deinen Mundraum gleiten und versuche alle Geschmacksrichtungen zu finden, die sie für Dich bereithält.
  • Wie fühlt es sich an, sie zu kauen und zu schlucken? Kaue und schlucke wirklich ganz, ganz aufmerksam und in Ruhe. Versuche so viele neue Sensationen zu entdecken wie möglich.

Nimm Dir für jeden Schritt ruhig einige Minuten. (Quelle: jetztrettenwirdiewelt.de, Thich Nath Hanh)

Zu viele Dinge im Kühlschrank und schon sind Sachen dabei, die schlecht werden. Manchmal finde ich hinten im Kühlschrank etwas, was ich längst hätte verbrauchen sollen.
So einzukaufen, dass man weniger wegwirft, ist gar nicht so einfach, aber enorm wichtig.

Videos von der Webseite: www.jetztrettenwirdiewelt.de

Ich bin in einem kleinen Ort in der Rhön aufgewachsen und da war es üblich, einmal im Jahr eine Sau zu schlachten. Es wurden alle Teile verarbeitet und Portionen für die Gefriertruhe abgepackt, Würste  geräuchert und die Wurstsuppe ausgetragen. Es kam 2 x die Woche Fleisch auf den Tisch und fertig!

Das ist lange her und hört sich für meine Kinder an, als würde ich ein Märchen erzählen. Die heutige Realität im Supermarkt geht mir an die Nieren. So bleibt für mich nur eine Möglichkeit: den eigenen Konsum an tierischen Produkten zu reduzieren und zwar drastisch!

Das Tierwohl; Lebensmittel, die in der Tonne landen; Tierteile, die nach Afrika verschifft werden; der Verbrauch an Wasser und Böden, der CO2-Ausstoss – sind nur ein kleiner Teil der Argumente für einen reduzierten Fleischkonsum. Es gibt viel zu diesem Thema zu sagen und ihr findet im Netz auch jede Menge Infos auch zum Thema Gesundheit. Deshalb beschränke ich mich hier.

Schreib mir dein Lieblingsrezept ohne Fleisch!