Plastik ade

…Plastik ist in aller Munde. Aber nicht nur da, mittlerweile ist es in unseren Böden, unserem Wasser und Ozeanen und sogar in unserem Körper. Was tun? Hier findest du Fakten, Zahlen und Berichte. Mach dir ein Bild und beginne zu handeln.

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat eine der aktuellsten Zusammenstellungen zum Thema Plastik herausgebracht. Hier findest du Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff.

Der Plastikatlas

Eine Welt ohne Plastik?

Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Plastikprodukte erleichtern vieles, doch sie gefährden auch unsere Gesundheit und überhäufen unseren Planeten mit Müll. Der Plastikatlas bietet Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff und zeigt: Die Hauptursache für die Plastikkrise liegt nicht bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern, sondern bei international agierenden Unternehmen.

PDF
Link zur Heinrich-Böll-Stiftung: Thema Plastik

Grafik: PLASTIKATLAS | Appenzeller/Hecher/Sack, CC BY 4.0

Eine unfassbare Menge an Plastikmüll weltweit – und es wird uns bewußt – Wir müssen etwas tun … aber was und wie?

Ich komme mit meinem Einkauf nach Hause, packe die Taschen aus und stehe wieder mal fassungslos vor dem Berg von Plastikmüll, der ruckzuck entsteht.

Es kommt mir ein Filmbeitrag in den Sinn. Er erzählt von einer junge Frau, die in einem Jahr nur ein Weckglas voll nicht recyclebarem Müll produziert. Wie ist das möglich? Gibt es wirklich Alternativen zu dem Plastikmeer, dass mich im Supermarkt empfängt? Ich war erstaunt und neugierig.

Shia Su heißt die junge Frau. Sie ist eine der Pionierinnen des Zero Waste (Null Abfall!). https://wastelandrebell.com/de/.
In dem Video hilft sie Mai bei den ersten Schritten:

Stündlich 320.000 Einwegbecher

Es ist ein Ärgernis und schädlich für die Umwelt: immer mehr weggeworfene Coffee to go-Becher verschmutzen öffentliche Plätze, Straßen und die Natur. In Deutschland werden stündlich 320.000 der Einwegbecher verbraucht, pro Jahr sind das fast drei Milliarden Stück. Für deren Herstellung werden zehntausende Tonnen Holz und Kunststoff sowie Milliarden Liter an Wasser benötigt. Für die Produktion ist jährlich eine Energiemenge nötig, mit der man eine Kleinstadt versorgen könnte.

In diesem PDF stellt die Umwelthilfe die Zahlen und Fakten, Hintergründe und Alternativen vor.

Die Realität in Zahlen:

25 Minuten

Die durchschnittliche Gebrauchsdauer für eine Plastik-Tüte in Deutschland liegt bei 25 Minuten. (Plastikmüll Statistik 2016)

37 kg

Jeder Deutsche produziert durchschnittlich 37 kg Plastikmüll nur aus Verpackungsmüll pro Jahr (Plastikmüll Statistik 2017)

6 Milliarden

Jährlich werden in Deutschland 6 Milliarden Plastik-Tüten verbraucht. (Plastikmüll Statistik 2016)

42%

Nur etwa 42% des Plastik-Mülls in Deutschland werden recycelt. (Plastikmüll Statistik 2016)

7 von 100

Bei uns in Europa werden durchschnittlich nur 7 von 100 Plastiktüten recycelt. (Plastikmüll Statistik 2016)

90%

Plastik im Blut!
90% aller Menschen sind betroffen. (Quelle: Universität Bonn)

Coca Cola und Nestlé

Coca-Cola produziert nach eigenen Angaben drei Millionen Tonnen Plastikverpackungen pro Jahr. Laut dem britischen Guardian entspricht das 108 Milliarden Flaschen jährlich – oder unfassbare 200.000 Plastikflaschen pro Minute.

Die Zahlen machen einmal mehr deutlich, wie groß das globale Plastikproblem wirklich ist. Coca-Cola, Nestlé und die anderen Konzerne liefern in viele Länder, in denen die Müllverwertungs- und Recycling-Systeme nicht besonders effizient sind. Sie sind mit den unfassbaren Mengen Plastikmüll vollkommen überfordert – weshalb vieles davon verbrannt wird oder einfach in der Umwelt landet. Und auch bei uns wird nur ein Bruchteil des weggeworfenen Plastiks recycelt. (utopia/Ausgabe vom 18.03.2019)

Was ist mit der Gesundheit?

Viele Studien belegen, dass der Gebrauch von PET, PVC, Polycarbonat, Polystorol und Melamin mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Die genauen Folgen sind bisher nicht absehbar. So wurden Mikroplastikteile nicht nur in Fischen oder Meeressäugern festgestellt, sondern es wurde erstmals auch im menschlichen Kot nachgewiesen. Die Kette hat uns also den Menschen wieder erreicht.

Möchtest Du mehr dazu lesen, hier ein Link zur Verbraucherzentrale:

www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wohnen/gefahren-fuer-die-gesundheit-durch-plastik

Schnell verstanden!

Was also kann jeder Einzelne beitragen im Kampf gegen die Müllmassen?

Wirklich ökologisch sind nach Auffassung der Deutschen Umwelthilfe nur Mehrwegsysteme oder -verpackungen.

Aber auch bei den schnelllebigen Produkten kommt es auf die richtige Entscheidung an. Viele versuchen bereits, an der Supermarktkasse auf Plastiktüten zu verzichten, oder wählen beim Einwegbecher die Biovariante. Was ist dran an den »ökologischeren« Alternativen – ist die Papiertüte immer besser als die aus Plastik?

Finde hier die beste Alternative.

Plastik im Wasser!

Zum 70. Jubiläum eines Ingenieurbüros in Darmstadt habe ich den beeindruckenden Vortrag von Prof. Andreas Fath gehört. Der HFU-Professor durchschwamm den Rhein und den Tennessee River, um auf die Belastung der Gewässer durch Mikroplastik aufmerksam zu machen und Wasserproben zu nehmen. Die Verunreinigung von Flüssen, Seen und Meeren mit Mikroplastik ist eine große Gefahr für die Natur und für unsere Gesundheit und wird völlig unterschätzt.

Infos zu Bioplastik vom ZAW Darmstadt!

Biokunststoffe gefährden die Kompostqualität. Somit gehören Biokunststoffe nicht in die Biotonne.

Hier eine Info zu Biokunststoffen des ZAW.

Plastikmüll in Darmstadt-Dieburg vermeiden

In Schulen und Verwaltung sollen weniger Einwegprodukte verwendet werden. Die Koalition ruft daher einen Aktionsplan aus.

Artikel FR 11.02. 2019

BUND Einkaufsratgeber-mikroplastik/
BUND Mikroplastik-und-andere-kunststoffe-in-kosmetika/

Mikroplastik

Es ist immer noch nichts passiert. Mikroplastik und andere Kunststoffe finden weiterhin breite Anwendung in den Kosmetika dieser Hersteller. Dieses BUND-Hintergrundpapier erläutert, warum das ein Skandal ist – und welche schlimmen Folgen der Einsatz von Mikroplastik und anderer Kunststoffe in Kosmetika hat.

Mehr Infos unter:

https://www.bund.net

BUND Mikroplastik-aus-textilien/

Synthetische Fasern, die während des Waschens von Textilien ins Abwasser gelangen, sind eine Hauptquelle von Mikroplastik in den Meeren. Ein Problem, das eher zu- als abnimmt: Denn weltweite Modetrends und ein sich wandelnder Lebensstil haben zu einem verstärkten Konsum und einer größeren Vielfalt an Modekleidung, Outdoor- und Sportbekleidung geführt. Das Faltblatt “Mikroplastik in Textilien” erklärt, wie Mikroplastik aus der Kleidung in die Meere gelangt – und was man dagegen tun kann.

PDF und Text: https://www.bund.net