BNE

Unser Verein Nachhaltig-zusammen-leben.jetzt e.V. ist seit 2024 ein zertifizierter BNE Bildungsort, der Aktionsraum ist in & um Ida. 
(BNE bedeutet Bildung für Nachhaltige Entwicklung)

Die Zertifizierung hierzu haben wir im November 2024 von der hessischen Landesregierung bekommen.

Vier hessische Ministerien zertifizieren uns nach einer Prüfung als Bildungsort für BNE.

Durch die Möglichkeit ist es etwas leichter Förderungen zu bekommen.

Was heißt "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" (BNE) konkret?

BNE bedeutet, Menschen dazu zu befähigen, zukunftsfähig zu denken und zu handeln. Sie unterstützt dabei, die Auswirkungen des eigenen Handelns zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. BNE ist ein ganzheitliches pädagogisches Konzept, das Menschen ermutigt, sich aktiv an einer sozial-ökologischen Transformation zu beteiligen.

Unser BNE-Verständnis zielt darauf ab:

  • das Bewusstsein für Konsumverhalten und dessen Folgen zu schärfen,
  • nachhaltige und faire Alternativen aufzuzeigen,
  • kritisches Denken zu fördern
  • und Kompetenzen für einen ressourcenschonenden Lebensstil zu vermitteln.

Wir orientieren uns dabei an den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) und ergänzend an den Inner Development Goals (IDGs) – mit besonderem Fokus auf die Bereiche Sein, Denken, Beziehungen, Zusammenarbeit und Handeln.

Liebe zu unserem Planeten, Freude, Mut, Kreativität und Gemeinschaft sind unser Motor!

In unserem Leitbild könnt ihr dazu noch mehr erfahren!

Unser Leitbild

Ein buntes Programm zu den 17 Nachhaltigkeitszielen 2023

Über 50 Veranstaltungen in zwei Wochen mit vielen Netzwerkpartnern bringen die 17 Ziele in den Ort. Dieses Programm war eines der Gewinner des Wettbewerbs „Ab in die Mitte“ der Hessischen Landesregierung.

Aktionen 2026

Unsere BNE – Projekte, die wir mit unserem Verein Nachhaltig-zusammen-leben.jetzt e.V. in Kooperation mit der Justin Wagner Schule Roßdorf und der Kinder und Jugendförderung der Gemeinde Roßdorf umgesetzt haben – Zeitraum April bis August 2026

„Was hat mein Handy mit dem Regenwald zu tun?“ – 2 Projekttage verbinden Lernen und Handeln

Wie viele Rohstoffe stecken in einem Smartphone? Welche Rolle spielt der Regenwald bei der Herstellung von Handys? Und was kann eine 8. Klasse konkret tun, um Ressourcen zu schonen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schüler*innen im Rahmen der Projekttage „Was hat mein Handy mit dem Regenwald zu tun?“.

Ziel war es, die Zusammenhänge zwischen Handykonsum, Rohstoffabbau und Regenwaldzerstörung verständlich zu machen und Jugendliche zu eigenem Handeln zu motivieren. Nach einem kooperativen Einstieg erklärte der Kurzfilm „Was hat mein Handy mit dem Regenwald zu tun?“ anschaulich, wie der Abbau von Rohstoffen für Handys den Regenwald bedroht. Besonders eindrücklich: Das eigene Konsumverhalten hat direkte Auswirkungen auf die Umwelt.

Ein Highlight war das Auseinandernehmen alter Handys und modularer Shiftphones. Die Jugendlichen entdeckten selbst, aus wie vielen Teilen ein Handy besteht und welche wertvollen Rohstoffe darin stecken. An verschiedenen Lernstationen rund um das Thema „Handy und Rohstoffe“ sammelten sie anschließend eigenständig neue Informationen.

Besonders motivierend war der zweite Projekttag: Die Jugendlichen entwickelten eigene Ideen, wie sie konkret zum Schutz des Regenwaldes beitragen können. Das Ergebnis: eine Handysammelaktion an der Schule. In Gruppen entstanden Plakate, ein Instagram-Video und ein Stop-Motion-Film, um auf die Aktion aufmerksam zu machen. Zudem bereiteten die Schüler*innen Sammelboxen vor und kamen auf die Idee, Muffins und Cookies gegen alte Handys zu tauschen – ein echter Motivationsboost. Gemeinsam rechneten sie aus, wie viele Muffins sie mit ihrem Budget backen könnten.

In der folgenden Woche setzten die Jugendlichen ihre Idee um: Über 250 Muffins wurden gebacken und in den Pausen gegen alte Handys getauscht. Am Ende kamen 35 alte Handys zusammen – ein Ergebnis, über das sich alle freuten, auch wenn sie mit mehr gerechnet hatten, da viele Menschen noch „Schubladenhüter“ zu Hause haben.

Jedes gesammelte Handy hilft, wertvolle Rohstoffe wiederzuverwenden und trägt so zum Schutz des Regenwaldes bei. Die Projekttage haben gezeigt: Jugendliche können Wissen in kreative, gemeinschaftliche Aktionen übersetzen. Durch die eigenständige Planung wurde das Thema Ressourcenverbrauch und Umweltschutz für die ganze Schule sichtbar und erlebbar.

„Was hat mein T-Shirt mit der Welt zu tun?“ – 2 Projekttage machen „Fast Fashion“ greifbar

Wie viele Kilometer legt eine Jeans zurück, bevor sie im Laden liegt? Wie viel Wasser wird für ein einziges T-Shirt verbraucht? Und unter welchen Bedingungen arbeiten die Menschen, die unsere Kleidung herstellen? Mit diesen Fragen haben sich Schüler*innen der 9. Klasse an der JWS im Rahmen der Projekttage „Kleidung – Was hat mein T-Shirt mit der Welt zu tun?“ beschäftigt.

Ziel des Projekts war es, die globalen Zusammenhänge der Kleidungsproduktion sichtbar zu machen und Jugendliche zu eigenem, nachhaltigem Handeln zu motivieren. An zwei Projekttagen setzten sich die Schüler*innen mit Themen wie Wasserverbrauch, Lieferketten, Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie sowie Alternativen zu Fast Fashion auseinander. Der erste Tag bot verschiedene Lernstationen und Inputs, der zweite Tag stand unter dem Motto „Vom Wissen zum Handeln“.

Besonders im Gedächtnis blieben den Schüler*innen der hohe Wasserverbrauch bei der Herstellung von Kleidung, die „Weltreise“ einer Jeans und die sozialen Bedingungen, unter denen Textilien produziert werden. Viele zeigten sich betroffen von den niedrigen Löhnen der Arbeiter*innen und der Tatsache, dass manche Kinder aufgrund ihrer Lebenssituation nicht zur Schule gehen können.

Eine besondere Stärke des Projekts war der Transfer in die Praxis: Die Jugendlichen überlegten gemeinsam, wie sie beim Schulfest auf das Thema Fast Fashion aufmerksam machen und gleichzeitig ein attraktives Angebot für ihre Mitschüler*innen schaffen können. Daraus entstanden mehrere Arbeitsgruppen, die eigenständig konkrete Aktionen planten und umsetzten.

Am Schulfest entstand in der Aula ein kleiner Aktionsbereich mit verschiedenen Angeboten: Als „Eintritt“ mussten die Besucher*innen ein Fast-Fashion-Quiz lösen. Im Anschluss durften sie sich einen Smoothie an einem mit Muskelkraft betriebenen Fahrradmixer zubereiten. Zudem wurde ein Kleidertausch angeboten. Eine Upcycling-Gruppe hatte nach einem Besuch im Recyclingkaufhaus Kleidungsstücke und Gegenstände kreativ verändert und neugestaltet – auch diese wurden gegen Spende abgegeben. Musik rundete das gesamte Angebot ab.

Damit wurde aus einem zunächst abstrakten, globalen Thema ein greifbares, von Schüler*innen selbst gestaltetes Angebot für die gesamte Schule. Die Projekttage haben gezeigt, dass Jugendliche nicht nur Wissen aufnehmen, sondern dieses in kreative, gemeinschaftliche Aktionen übersetzen können. Durch die eigenständige Planung und Umsetzung der Schulfest-Aktion wurde das Thema Fast Fashion für die ganze Schule sichtbar und erlebbar.

 

„Mission Zukunft“ – eine Ferienspielwoche begeistert Kinder und Eltern

   

Wie lässt sich Bildung für nachhaltige Entwicklung so gestalten, dass Kinder nicht nur zuhören, sondern selbst aktiv werden? Genau diese Frage haben wir uns gestellt und mit unserer Ferienspielwoche „Mission Zukunft“ in der ersten Sommerferienwoche erfolgreich beantwortet.

An fünf Tagen haben wir Kindern unterschiedliche Themen rund um Nachhaltigkeit angeboten – altersgerecht, abwechslungsreich und mit viel Freude vermittelt. Den Auftakt bildeten ein Besuch im Recyclingkaufhaus und das Thema Kleider-Upcycling. Die Idee, den Besuch direkt mit einer Modenschau zu verbinden, erwies sich als besonders gelungen: Das Recyclingkaufhaus hatte den Besuch hervorragend vorbereitet und bot den Kindern einen anschaulichen Einstieg in die Themen Wiederverwendung und Nachhaltigkeit.

Am Mittwoch stand das Thema erneuerbare Energien im Mittelpunkt. Mit zwei unterschiedlichen Solarkochern und einer Feuerschale konnten die Kinder selbst mit der Kraft der Sonne und mit Holz kochen. Besonders viel Spaß hatten sie dabei, selbst aktiv zu handeln und auszuprobieren, etwa beim Zubereiten von Schokobananen, beim freien Spiel in der Turnhalle, beim Becherbauen oder beim Gestalten von Armbändern und Ketten.

Am Tag zur Lebensmittelrettung starteten wir mit einem kurzen Film. In Zusammenarbeit mit Edeka durften die Kinder aussortierte Lebensmittel retten, gemeinsam kochten wir daraus ein leckeres Essen und aßen anschließend zusammen. Die Kinder arbeiteten engagiert mit und hatten große Freude daran, selbst etwas zu erschaffen.

Den Abschluss bildete am Freitag das Upcycling von T-Shirts zu Taschen sowie das Gestalten kleiner Geldbörsen aus Planenresten. Auch dieses Angebot kam bei den Kindern sehr gut an – denn hier konnten sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und am Ende etwas Eigenes mit nach Hause nehmen.

Der gemeinsame Abschluss in unserem Vereinsladen „Ida“ rundete die Woche ab: Die Kinder lernten unsere Räumlichkeiten kennen, freuten sich über ein Eis und erhielten zum Abschluss ihr Diplom sowie ein kleines Geschenk.

Die Ferienspielwoche „Mission Zukunft“ hat gezeigt: Bildung für nachhaltige Entwicklung gelingt besonders gut, wenn Wissen, gemeinsames Erleben und eigenes Handeln miteinander verbunden werden. Unsere Angebote sind so gestaltet, dass Kinder selbst kreativ werden, ausprobieren und mitgestalten können und dabei spielerisch lernen, was Nachhaltigkeit im Alltag bedeutet.